Genuss des Einfachen

Genuss des Einfachen

Freude am ganzheitlichen Leben!

Gedichte Jürgen Piquardt

Über Liebe…

…und das Leben

Über Liebe

Hat mich – wieder einmal – „jemand“ gefragt:
Was ist Liebe?
Und ich habe,
obwohl mein Leben von ihr abhängt,
ich mir nichts sehnlicher wünsche
als den Hass zu verlieren,
obwohl einzig der Wunsch nach Liebe mein Leben bestimmt,
die zu mir und die zu allen anderen,
nicht antworten können.
Nicht mit Hilfe der Sprache

Ich habe „jemand“ umarmt.

TrinkAnSpruch - rouge-traditionell

Oh Jugendträume
bleibt uns treu!
Gewinnt hinzu
den Duft 
von aufgeblühten Rosen!
Gewinnt an Reife an Bescheidenheit .
Holt Euch den Mut
aus jedem Riß im Felsen.
Die Kraft von wildem Samen
laßt Euch Vorbild sein
der Dürre widersetzt Euch 
mit Besonnensein , mit Glauben:
Die Quelle wird sich zeigen !

Und Roter Tropfen , Du,
bestärke und beschütze
den schönen, schweren Kampf
um heiles, helles, ausgefülltes, wunderbares Leben!

Und mach' Dich rar,
wenn wir Dich überfordern!

Oh Jugendträume !
Bleibt uns treu!
Gewinnt hinzu den Duft von aufgeblühten Rosen
gewinnt an Reife , an Bescheidenheit
verliert den Haß, die Überheblichkeit!
Die Kraft von wildem Samen laßt Euch Vorbild sein!
Oh Jugendträume bleibt uns treu,
bleibt uns treu ein  Leben lang!

Prosit!

Wandel der Wünsche

Bitte 2o
Wille  wolle,
dass mein Wille
ähnlich wolle,
wie ich will !
Wille wolle
überdreiste,
einzig tolle,
Wille wolle
Leidenschaft!

Bitte 4o
Wille wolle,
dass mein Wille,
ähnlich wolle
wie ich will.
Wille wolle
reife Liebe,
nur die Liebe
ganz allein.

Bitte 8o
Wille hilf mir,
dass mein Fühlen
dankbar 
und
bescheiden wird.
Wille, Kosmos
und ihr Götter
führt mich hin
zum heitren Ende

Kierkegaard

schwer ist gewichtig – leicht ist flüchtig
beides ist niemals im selben Moment

oben ist höher 
sagen die vielen.
Unten ist  tiefer,
sagen ganz andere.

Sünde ist immer,
bei jeder, in jedem.
Die  Sünde
ist
die Verzweiflung daran.
Es ist gut, 
das zu wissen.

Schwer ist gefährlich – leicht ist gefährlich.

Das Bejahen der Sünde
führt auf den Weg.
Das Verneinen der Sünde
ist der Weg in die Irre.

Das Bejahen der Sünde
für mich und für dich.
Für  uns alle.

Kinderspiel?

„Ich sehe was, was Du nicht siehst.“ 
Und  Du siehst was, was ich nicht sehe.

Ich sehe hell und Du siehst dunkel.
Ich sehe rabenschwarz, Und Du ganz sternenklar.

Ich sehe so,  vor allem, wie es mir erschien.
Du siehst, vor allem, wie es  werden könnte.

Ich sehe schwarz-weiss-rot –
Fast unverbeserlich.
Du siehst die Welt oft himmelblau,
und  voll von Regenbögen.

Wir sehen uns sehr oft,
und schon sehr lange. 
Wir kennen viele Farben, 
die uns gemeinsam sind.

Ich weiss so viel vom Leben,
was ohne Dich nicht möglich wär’.
Du könntest ähnlich fühlen,
doch das verbirgt sich mir.

„Ich sehe was, was Du nicht siehst“
Und  Du siehst was, was ich nicht sehe.
Und doch!
Wir sehen nicht  vorbei.
Trotzdem!
Das meiste bleibt uns unsichtbar,
an Dir, an mir, an uns, an allem.